Du siehst das alles ganz genau. Das ist das Anstrengende daran.
Du stehst am Putzplatz und weißt schon, wie der Ritt laufen wird. Welche Ecke du auslassen wirst. An welcher Stelle dein Atem flacher wird.
Bei der einen ist es das Gelände. Bei der nächsten das Angaloppieren, das Springen, das Alleinereiten, der erste Ritt nach der Winterpause. Bei manchen ist es das Aufsitzen selbst.
Du reitest technisch gut. Das sagen dir andere, und sie haben recht. Trotzdem sitzt du oben und bekommst die Hand nicht auf.
Du hast Gründe parat. Der Boden ist zu tief. Sie ist heute unruhig. Du hast nur wenig Zeit. Manche stimmen sogar.
Du machst bestimmte Sachen einfach nicht mehr. Beschlossen hast du das nie.
Und du weißt genau, dass du vermeidest. Du kannst dir sogar ziemlich präzise sagen, seit wann. Was fehlt, ist eine Erklärung, die nicht darauf hinausläuft, dass du dich mehr zusammenreißen müsstest.

