Reitpsychologie bei Angst beim Reiten · Saarland und online

Es gab keinen Sturz.
Trotzdem reitest du immer weniger.

Bei den meisten, die zu mir kommen, hat es sich langsam eingeschlichen. Ein Tag, an dem es nicht gepasst hat. Dann noch einer. Irgendwann sind Dinge aus deinem Reiten verschwunden, ohne dass du es je entschieden hättest.

Psychologin M.Sc.PferdewirtschaftsmeisterinMentorin
Katja Kolb im Galopp auf einem Rappen
Vielleicht kennst du das

Du siehst das alles ganz genau. Das ist das Anstrengende daran.

Du stehst am Putzplatz und weißt schon, wie der Ritt laufen wird. Welche Ecke du auslassen wirst. An welcher Stelle dein Atem flacher wird.

Bei der einen ist es das Gelände. Bei der nächsten das Angaloppieren, das Springen, das Alleinereiten, der erste Ritt nach der Winterpause. Bei manchen ist es das Aufsitzen selbst.

Du reitest technisch gut. Das sagen dir andere, und sie haben recht. Trotzdem sitzt du oben und bekommst die Hand nicht auf.

Du hast Gründe parat. Der Boden ist zu tief. Sie ist heute unruhig. Du hast nur wenig Zeit. Manche stimmen sogar.

Du machst bestimmte Sachen einfach nicht mehr. Beschlossen hast du das nie.

Und du weißt genau, dass du vermeidest. Du kannst dir sogar ziemlich präzise sagen, seit wann. Was fehlt, ist eine Erklärung, die nicht darauf hinausläuft, dass du dich mehr zusammenreißen müsstest.

Was da passiert

Dein Körper entscheidet, bevor du gefragt wirst.

In deinem Gehirn prüfen zwei Instanzen, ob eine Situation gefährlich ist. Sie arbeiten unterschiedlich schnell.

Die Amygdala ist die schnellere. Sie schlägt an, bevor dein Bewusstsein etwas registriert hat. Wenn sie reagiert, ist dein Puls schon oben und die Schulter schon hochgezogen.

Der präfrontale Kortex ordnet ein und wägt ab. Er weiß, dass deine Stute brav ist. Nur kommt er zu spät.

Deshalb hilft Einsicht so wenig. Du kannst vollkommen zutreffend wissen, dass nichts passieren wird, und trotzdem festsitzen.

Ausführlich nachlesen: Reitangst verstehen

Kostenloser Guide

Wenn dein Körper schneller ist als du

Ein kostenloser Guide für Reiterinnen, bei denen sich etwas verschoben hat.

Du sitzt oben und weißt genau, was jetzt zu tun wäre. Ausatmen. Bein ran. Weiterreiten.

Und trotzdem machst du es nicht. Du ziehst an der Hand, hältst die Luft an und wirst eng.

Hinterher ärgerst du dich. Du weißt doch, wie es geht.

Ja. Du weißt es. Der Zugang war unterbrochen.

Auf 14 Seiten erkläre ich dir, was in deinem Körper passiert, wenn du aufsteigst. Warum dein Wissen unter Stress nicht abrufbar ist. Warum dein Pferd es vor dir merkt. Und warum Vermeiden sich kurzfristig richtig anfühlt und die Sache über die Zeit größer macht.

Was drin ist

  • Die Neurobiologie hinter dem Moment im Sattel, in verständlicher Sprache
  • Eine Checkliste mit sieben Zeichen, an denen du erkennst, ob dein System längst reagiert
  • Eine Übung, die du beim nächsten Stallbesuch mitnehmen kannst
  • Zwei Seiten zum Reinschreiben

Der Guide macht dich nicht angstfrei. Das ist auch gar nicht das Ziel.

Kostenlos. Du bekommst den Download sofort per E-Mail.

Wie ich mit deinen Daten umgehe, steht in der Datenschutzerklärung.

Drei Seiten aus dem Guide Wenn dein Körper schneller ist als du
Katja Kolb mit Reithelm auf einem Waldweg, hinter ihr eine Reiterin
Wer mit dir arbeitet

Katja Kolb

Ich bin Psychologin und Pferdewirtschaftsmeisterin. Beides zusammen ist selten, und genau darum geht es hier: Ich kann einordnen, was in deinem Nervensystem passiert, und ich weiß, wie sich eine Ecke anfühlt, in die du nicht mehr hineinreitest.

Ich arbeite mit Reiterinnen, deren Angst sich über Jahre aufgebaut hat. Nach meiner Erfahrung ist das die Gruppe, die am seltensten Hilfe sucht, weil es nach außen keinen Anlass gibt.

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Dreißig Minuten, in denen du erzählst, was los ist. Danach sage ich dir ehrlich, ob und wie ich helfen kann. Wenn ich denke, dass du woanders besser aufgehoben bist, sage ich dir das auch.